Fotostory Teil II: Kreuzfahrerburgen und Natur

23 01 2009

Es reicht gerade noch vor Sonnenuntergang, den tiefen Einschnitt der Wadi Mujib Schlucht auf dem Kingshighway zu bestaunen.

Wadi Mujib-Schlucht bei Sonnenuntergang

 

Der arabische Volksheld Saladin hat die Kreuzfahrerburg Karak 1183 dem brutalen Burgherrn Renauld de Chatillon nach längerer Belagerung entrissen. Letzterer hatte angeblich die unrühmliche Angewohnheit, lästige Gefangene von der 450m hohen Burgmauer in den Abgrund werfen zu lassen. Die Burg ist sehr gut erhalten und lädt zum entdecken ein. 

Über diese Mauer hat der letzte Kreuzfahrerburgherr von Karak die unliebsamen Gefangenen werfen lassen

 

Im Dana Naturreservat vertreten wir uns die Füsse und steigen die steile anfangs-Strasse-schliesslich-Weglein in den Talboden hinunter – und wieder hinauf.

Chrigu und Susann, Dana

 

Nebst Karak besuchen wir auch Shobak, die älteste der verbliebenen Kreuzfahrerburgen Jordaniens. Das eindrücklichste an der gesamten Anlage sind die drei unterirdischen Stollen: der Schatzstollen, der sich mehrmals windet bis er schliesslich im Innern des Felsens einen kleinen Raum preisgibt; der Fluchttunnel, der einen unerkannt von der Burg via Ausgang im gegenüberliegenden Hügel entkommen liess, leider aber verschüttet und somit nicht mehr zugänglich ist; und schliesslich der  Schacht, welcher zu einem 375 steile Treppenstufen tiefer liegenden Flüsschen führt und den Burgbewohnern u.a. 18 Monate lang ermöglichte, Saladins Belagerung Stand zu halten – bis ihnen das Essen ausging.

Unser Burgführer mit zwei Schönheiten im Arm, Shobak

Unser Burgführer mit zwei Schönheiten im Arm im 375 Treppen tiefen Wasserzugangsschacht.

Unser kreativer Burgführer demonstriert an SusAdi, was im Gerichtssaal auch noch vollstreckt wurde.

Adi ereilt ein schlimmes Schicksal in ShobakSusann folgt kurz hinerher, Shobak





Alltag im antiken Jerash

22 01 2009

Die Ruinen von Jerash lassen einen den antiken Alltag so lebhaft vorstellen, dass man meinen könnte, das Politologenpaar Francisca et Aurelius sowie die madre Susanna maritus suumque einen Tag im alten Jerash begleiten zu können:

Beschwingten Schrittes schreiten die vier durch die kleine Markthalle vor dem Hadrianstor ohne sich von den zahlreichen Marktschreiern beirren zu lassen. Unter dem Hadrianstor, das 2000 Jahre später bloss noch halb so hoch sein würde, winken ihnen bereits die Veranstalter der Wagenrennen im Hippodrom zu um sie für das Abendspektakel zu gewinnen. Dankend lehnen die vier ab und laufen dem Hippodrom entlang zum südlichen Eingangstor, der nächste Durchgang in der später verfallenden Stadtmauer. Sie betreten die vibrierende Stadt und mischen sich unter die 15-20′000 Einwohner.

 

Hadrianstor, Jerash

Hadrianstor und Hippodrom, Jerash

 

Sie machen sich auf zum imposanten Artemis-Tempel, wo sie der Jagdgöttin ein Opfer bringen damit maritus Susannae einen zielsicheren Speerwurf haben wird während der Jagdsaison. Sie ahnen nicht, dass die 13m hohen Statuen des Artemis sanctuariums selbst zwei Millennia später die Besucher noch beeindrucken und den Übernamen ‘hochnäsige Säulen’ erhalten da sie zahlreichen Erdbeben erfolgreich trotzen während Jerash rundum in Brüche fällt.

Die übriggebliebenen 'hochnäsigen' Säˆulen des Artemistempels, Jerash

Aufstieg zum Artemistempel, Jerash

Während sich Susanna maritusque beim erfrischenden Wasserbrunnen an der Cardo Maximus ausruhen, begeben sich Francisca et Aurelius zum nördlichen Tetrapylon, biegen links in den Norddecumanus ein und betreten das nördliche Theater gerade noch rechtzeitig, bevor die Sitzung der Regierungsmitglieder beginnt. 

Nymphäˆum, der öˆffentliche Wasserbrunnen an der Cardo Maximus, Jerash

Nördliches Tryptichon, Jerash

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Mit knurrendem Magen verlassen sie das nördliche Theater gegen Mittag und treffen madre Susanna maritusque in der Agora, wo sie an einem der Marktstände eine Kleinigkeit essen. Später schlendern sie gemeinsam auf der von 500 Säulen gesäumten Cardo Maximus an verschiedenen kunstvoll verzierten Fassaden vorbei zum ovalen Platz. Die immensen Dimensionen (90m lang und bis zu 80m breit) und elegante Anlage des Platzes verfehlen ihre Wirkung nicht. Zutiefst beeindruckt nehmen die vier vis-à-vis des Zeustempels Platz, betrachten das lebendige Treiben und trinken einen sehr süssen, heissen Tee. Sie ahnen nicht, dass der Tempel des mächtigsten Mannes am römischen Götterhimmel später einer byzantischen Kirche weichen soll. 

Agora, Jerash

Cardo Maximus, JerashOvaler Platz vom Zeustempel her gesehen, Jerash

Gegen Abend machen sich die vier auf zum südlichen Theater gleich um die Ecke, wo sie einer Aufführung des griechischen Epos Homers beiwohnen. Die Akkustik trägt trotz der 5′000 Zuschauer jedes Wort der Odyssee zum gebannten Publikum. 

Südliches Theater, Jerash

Ungeachtet der schlechten Beleuchtung harren die Marktschreier hinter dem Hadrianstor auch zu später Stunde noch aus. Diesmal können sich drei der vier nicht mehr zurückhalten und ersteigern einige Mitbringsel für die in Helvetia zurückgebliebenen.

Drei Helvetier mit Turban





Fotostory Teil I: Religiös-politisch bedeutende Orte

21 01 2009

Um einen Überblick über die Region zu kriegen, schauen wir uns die ‘Landkarte’ in der orthodoxen Georgskirche von Madaba an. Sie zeigt die Region in Form eines Bodenmosaik aus dem 6. Jh.

Ein witziges Detail: Im Jordan werden schwimmende Fische abgebildet. Alle schwadern in Stromrichtung ausser dem Fisch, welcher dem Toten Meer am nächsten ist, ihm wurde es wohl zu salzig;)

Fische schwimmen den Jordanfluss hinunter, machen aber kurz vor dem Toten Meer kehrt da viiel zu salzig

 

Wir – das heisst Sidi – erklimmen Mt. Nebo. Die religiös-historisch-politische Bedeutung der Region liegt buchstäblich in der Luft.

Sicht von Mt. Nebo

Sicht von Mt. Nebo aufs Jordantal und Israel

 

Biblische Fliegenplage um die heiligen Orte: Beim Picknicken am Toten Meer werden wir – und unsere ‘Jause’ – fast von den Fliegen aufgefressen. Wir bleiben dementsprechend hungrig;)

Susann, Adi, Franziska werden fast aufgefressen von den Fliegen beim Picknick beim Toten Meer

 

Beim Besuch der Taufstätte Jesu am Jordan, werden SusAdi Zeugen einer unkonventionellen russisch-orthodoxen Taufe: Zwei Touristen verschwinden blitzschnell in den unauffälligen Umkleidekabinen und tauchen kurze Zeit später im braunen Jordan unter bzw. wieder auf. Die Frau kostet es sichtlich Überwindung, ihr Gefährte muss mehrmals betonen, dass die Taufe erst gelte, wenn sie ganz untergetaucht sei. Leider haben wir davon kein Foto.

 

Mit Blick auf die über Jerusalem untergehende Sonne stossen wir auf unsere gemeinsame Reise an und geniessen einen Willkommensdrink über dem Toten Meer – ein gelungener Auftakt:)!
Welcome Drink über dem Toten Meer im Abendrot, Chrigu, Susann, Adi
Sonnenuntergang üˆber dem Toten Meer





Perlenkette

21 01 2009

Jordanien scheint ein Land mit Höhepunkten einer Perlenkette gleich: Einer folgt dem anderen und doch sind sie so divers, dass sie sich gegenseitig kaum konkurrenzieren. Vom Toten Meer über grandiose römische Ruinen und verwunschene Kreuzfahrerschlösser bis in die rote Wüste des Wadi Ramms, Jordanien hat Extraordinäres zu bieten. Petra, eine vor über zweieinhalbtausend Jahren in Fels gehauene Stadt, war unbestrittenermassen einer der highlightesten Höhepunkte. Im Folgenden lassen wir euch an den Wundern Jordaniens teilhaben, welche wir die letzten zwei Wochen gemeinsam mit Susann und Adi besucht haben. Damit ihr euch jeden Tag auf’s neue über so viel Blogaktivität freuen könnt, folgen die Einträge gestaffelt.





Chrigu ist 30! Happy birthday habibi:)

20 01 2009

Wir feierten unseren habib-Chrigu in einem exklusiven Gourmet-Restaurant in Aqaba.

Alles Gute im nächsten Jahrzehnt!

Extra-Geburtstagsdessert

Chrigus Extra-Überraschungs-Geburtstags-Dessert mit verflixten Kerzen (oben).

Chrigus Geburtstags-Dessert (unten).

Chrigus Geburtstagsdessert

Club für 30+ only - juhui

Sorry baby, you gotta be thirty first!