Erste Station nach Ljubljana waren die Grotten von Skocjanske Jame, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die Grotten sind sogar meinem Löcherhirni unvergesslich. Immerhin noch vor den ersten Stalaktiten wusste ich auf einmal: „da war ich doch schon mal“. Nun: Zweimal besucht erinnert man sich sicherlich besser.
Weiter ging es dann schnurstracks Richtung Kroatien, das uns ausgesprochen freundlich in Form eines freundlichen Tourismus-Büros-Angestellten empfing. Als ginge es darum das Büro für eine Neuauflage zu räumen, lud er uns bei jeder tatsächlichen oder erahnten Frage noch eine weitere Hochglanzbrochure dazu. Zu seinem Entzücken konnte er dabei seine Mitgabequote zusätzlich noch durch die Abgabe der englischen und französischen Versionen vervielfachen. Dank uns, ganz klar ein heisser Kandidat für den „Auflader des Monats“.
Ein paar Kilo schwerer steuerten wir daraufhin unseren Sidi zielsicher auf einen Mini (=billig)-Campingplatz auf der Insel KRK, die fürs Schnorcheln sehr geeignet sein sollte.
Das Meer war tatsächlich wundersam blau und klar, auf dem Campingplatz allerdings eher die Lage denn der Preis billig – sprich vom blauen Meer trennten uns mind. 20 steile Gehminuten. Habe ich schon erwähnt, dass die Velos eine gute Idee waren? Nach dieser gemischten Bilanz gaben wir dann noch einem selbstgewählten Platz, dieses Mal wirklich billig und sogar direkt am Meer, eine Chance. Nun stimmten also Preis, Lage und Meer. Hingegen war ein wenig irritierend, dass die besten Plätze an der schönen, felsigen Bucht von wenig bis noch weniger bekleideten älteren Herren und einigen Damen besetzt waren. Soweit so gut, die privaten – oder hier eher öffentlichen Bekleidungsvorlieben in Ehren. Wenn aber dann so alle paar Minuten so ein Prachtsexemplar an einem vorbeischwabbelt bzw. baumelt führt das mittelfristig – d. h. im Falle von Fräne nach ca. 1.14 Sekunden zu einer „ablehnenden“ Reaktion, die sich da sie ja ev. mal Diplomatin werden will zwar öffentlich nur zurückhaltend – innerlich und dem Bekanntenkreis (also mir) gegenüber aber unverblümt und drastisch äussert. Erschwerend für das Standort-Ranking kam noch hinzu, dass uns eine örtliche Geburtstagsparty mit stundelangem kroatischem Jodel und ähnlichem Lärm beglückte. Resultat: wir haben unseren eigentlich für mehre Tage geplanten Aufenthalt auf eine Nacht verkürzt.
Weiter fuhren wir auf einem wunderschönen Küstenabschnitt ins Landesinnere Richtung Plitvicer Nationalpark. Anstelle langer Beschreibung genügen einige Bilder sowie die Feststellung, dass das Gefährlichste an dieser Strecke Unfälle infolge Landschaftsbetrachtens sei…



Und so kommen wir eben in dieses Dorf mit den verlassenen Häusern und dem schnellem Internet, bevor wir nun heute in den Genuss eines nächsten UNESCO Weltnaturerbe kommen werden.
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