Nach zwei Tagen sind wir gestern in Davos angekommen.
Die erste Nacht verbrachten wir unfreiwillig in der St. Galler Provinz, weil wir dort noch unser per Ricardo-gekauftes Zoom-Objektiv abholen mussten. Bei der Frage nach einem günstigen Schlafplatz gerieten wir an eine selten unfähige Person, die partout nicht verstehen wollte, dass wir ein nur ruhiges Plätzchen suchen und nicht ein Hotel oder einen Campingplatz. „Ja aber, darf man denn das?“ Das muss wohl der örtliche SVP-Einfluss sein. Wir rätseln über einen lokalen, belämmernden Toni Brunner-Faktor und machen uns dann morgens so schnell es mit dem Sidi halt geht aus dem Staub. Bei längerer Aufenthaltsdauer ist dieser – wie uns die beängstigenden Opferzahlen bei den letzten Wahlen vor allem auch jüngerer St. Galler zeigen, ja scheinbar ansteckbar.
Der Sidi kam schon das erste Mal ganz gehörig ins Schnaufen. Im 2. Gang muss er sich raufquälen und die Kolonne hinten dran konnte sich somit zwischen Managerstress in Zürich und Schickeria- Stress in Davos wenigstens kurzzeitig entspannen. Am schönen Seelein angekommen wollten wir die Velos für einen Ausflug um den See und ins Dorf nehmen. Allerdings dauerte das Nehmen ca. 2 Stunden weil wir auf der Suche nach dem Schlüssel den ganzen Camper auseinandernehmen, schliesslich noch Sigrists daheim in Bern aufschrecken um ihn dann eigentlich schon resigniert doch noch in einem Hosensack in den Tiefen von meiner Kleidersammlung aufzustöbern.
Davos, gemäss Werbetafel die höchstgelegene Stadt Europas ist eher ein ungeordnetes Strassendorf mit allem was die Schönen und Reichen begehren – also gar nicht so schön aber dafür überall Leute, denen man nicht zu ihrem Vorteil ansieht, dass für sie Geld noch nie ein limitierender Faktor war. Die Landschaft hingegen ist wunderbar, unser Standplatz gleich am See perfekt, das zweite Essen schon auf hohem Niveau und der gratis Internetempfang direkt im Auto praktisch.
Zum Schluss noch einige Schlagworte:
Tempo: nome mit dr Rueh. Schlafen: tüüf und gsund. WC: machnmal geruchsneutral. Kochen: eng. Stimmung: nach zeitweiligem Packkater gut. Kamera: was lange währt…







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